LERNEN AUS DER REVOLUTION

 

Ohne Geschichte gibt es keine Revolution und die Zukunft bleibt ein hoffnungsloser Ort, der wahlweise von dunklen Mächten, dem absoluten Chaos oder der Wette auf die massenwirksamere Agitation bestimmt wird. Wie aber kann man diese Geschichte zurückgewinnen? Für Bini Adamczak lautet die Antwort spätestens seit ihrem erkenntnisreich schmerzhaften Buch Gestern Morgen: Trauerarbeit. Ganz in diesem Sinne widmet sich ihr aktuelles Buch Beziehungsweise Revolution der Wiederherstellung der Zukunft als Utopie in der Aufklärung über die Vergangenheit

 

 


 

KRITIK DER ENTFREMDUNG

 

Wie kann man den status quo radikal kritisieren und dennoch gleichzeitig Forderungen an seine Institutionen stellen? Bei jedem Schritt des Arguments muss die grundsätzliche Verschiebung des Diskurses hin zu einer Mobilisierung von Subalternität als Korrektiv des Systems mitbedacht, zurückgedacht, umfasst und zurückgespult werden.

 

 


 

FEMINISMUS UND MARXISMUS

 

Das Verhältnis von Marxismus und Feminismus stellt in der Theorie immer noch eine offene Frage dar. Zurecht, denn es betrifft nicht weniger als das Selbstverständnis und die Perspektiven einer materialistischen Gesellschaftstheorie. Cinzia Arruzzas Feminismus und Marxismus sowie der gleichnamige Sammelband von Alexandra Scheele und Stefanie Wöhl bieten Anhaltspunkte für diese wichtige Auseinandersetzung.

 

 


 

DER HORIZONT DES POPULISMUS

 

“In Der Horizont des Populismus streiten Florian Geisler und Alex Struwe dafür, dass die Antwort auf den Rechtspopulismus nicht Linkspopulismus heißen könne. Gesellschaftskritik verliere ihren kritischen Stachel, wenn sie die Angst als grundlegende gesellschaftliche Bedingung affirmiere. Der Linken könne nicht an einer populistischen Politik mit der Angst gelegen sein, wenn sie nicht die Erkenntnisfähigkeit aufgeben will, die ein Gegenmittel zur Angst sein könnte. Die beiden Autoren konstatieren eine zunehmende Erkenntnisunfähigkeit der Linken und verfolgen die Genese des linken Populismus. Einer kritischen Linken, so das Plädoyer, dürfe es nicht nur um ein »Zurechtkommen« gehen, da dieses die Angst als Grundlage der Politik akzeptiert.”

– Editorial der neuen Ausgabe der Phase 2 – Zeitschrift gegen die Realität

 

 


 

KLASSE, ORGANISATION UND DETERMINATION

 

Anlässlich der von der Antifa Kritik & Klassenkampf angestoßenen Diskussion um die Wiederbelebung und Neuausrichtung des Klassenbegriffs, die in der Diskus – Frankfurter Student_innen Zeitschrift dokumentiert wurde, stellen wir den Artikel mit einer grundlegenden Kritik der theoretischen Implikationen einer solchen Rehabilitation zur Disposition.